CMS – Was ist das?
19. August 2010 von juergen | kein Kommentar
In den beiden vorangegangenen Artikeln „HTML – Was ist das?“ und „PHP – Was ist das?“ habe ich schon grundlegend erläutert wofür diese beiden Begriffe stehen und wann man diese Techniken für Internetpräsentationen einsetzt. Nun ist es aber oft so, dass man mit einfachem HTML nicht mehr weiterkommt, da man zu viele Seiten erstellen will oder nicht Programmieren mit PHP erlernen will. Auch kann es sein, dass mehrere Personen die Internetpräsentation pflegen müssen.
Nun, dieses Problem wurde schon vor einigen Jahren erkannt und es bildeten sich Systeme heraus, die es theoretisch Anwendern ermöglichen, Internetpräsentationen quasi aus dem „Baukasten“ zu erstellen. Dabei ist die Grundidee, dass bei vielen Internetauftritten das Aussehen der Seite fest definiert ist und sich nur Inhalte, also z. Bsp. Artikel oder Beschreibungen etc. ändern können. Solche Systeme nennt man auch Content Management Systeme, abgekürzt CMS. Frei übersetzt Inhaltsverwaltungssysteme. Am Namen erkennt man auch schon den Zweck. Die Systeme selbst kümmern sich um den Inhalt der Seiten und das Aussehen – Layout – wird einmalig definiert. Man trennt also beides voneinander.
Viele dieser Systeme sind auch dafür ausgelegt, dass mehrere Benutzer die Inhalte pflegen können. Hier kann man oft auch festlegen, wer was genau bearbeiten darf.
Viele dieser CMS-Systeme sind kostenfrei erhältlich und können bei dem Provider, bei dem man seine Internetpräsenz betreibt, aufgespielt werden. Es gibt in der Regel einige Anforderungen dafür. Häufig muss PHP und MySQL installiert sein. Das hatte ich schon kurz in meinem Artikel „PHP – Was ist das?“ erläutert.
Aber wer nun denkt, ich spiele ein CMS auf, schnippe mit den Fingern und fertig ist meine Internetpräsenz, der wird sehr schnell eines Besseren belehrt:
Nicht umsonst habe ich weiter oben in diesem Artikel „theoretisch“ geschrieben.
Viele der Hersteller preisen zwar an, dass man quasi ohne Vorkenntnisse ein CMS betreiben kann, ich behaupte aber, dass man ohne ein Grundverständnis für Internet, HTML und auch CSS (Cascading Stylesheets) selbst kaum in der Lage ist, ein solches System aufzusetzen, geschweige denn zu betreiben.
Gerade das Aufsetzen und das Erstellen eines eigenen Layouts für das Aussehen ist keine Geschichte, die man mal „nebenbei“ macht. Hier könnte sich die Frage stellen, ob man sich Hilfe von einem Profi hinzuzieht, was natürlich eine Frage des Budgets ist.
Auch muss man sich vor dem möglichen Einsatz tiefgreifende Gedanken machen, was für eine Art von Internetpräsenz man erstellen möchte. Ist es ein Shop oder Blog wie dieser oder werden Produkte/Dienstleistungen präsentiert und und und.
Diese Grundsatzfragen entscheiden ganz wesentlich darüber, welche der am Markt verfügbaren CMS System geeignet sind. Es gibt hier CMS-Systeme für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Ein späterer Wechsel auf ein anderes System ist oft schwierig und gleicht quasi einem Neuanfang!
Im nächsten Artikel möchte ich einige bekannte oder auch unbekannte CMS-Systeme und deren Einsatzgebiete vorstellen.
Bis dann

